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Seebad Prora - Ostseebucht Prorer Wiek |
Das Seebad Prora befindet sich an der Ostseebucht Prorer Wiek im Ort Prora, welcher heute ein Stadttel von Binz ist. Die Anlage steht unter Denkmalschutz.
Die Geschichte des Seebades
Die Nationalsozialisten planten die Errichtung eines großen Seebades in Prora auf Rügen. Die dortigen Unterkünfte sollten zeitgleich 20 000 Badegästen Platz bieten, die Bauarbeiten wurden jedoch mit Beginn des Zweiten Weltkriegs eingestellt. Bis zur Einstellung der Bautätigkeit waren acht baugleiche Häuserblocks erstellt. Diese befinden sich in Sichtweite zum, jedoch nicht unmittelbar am Strand. Zwischen den Gebäuden und dem Strand befindet sich ein Kiefernwald. Der Sandstrand reicht von Prora bis zum Fährhafen Mukran in der Stadt Sassnitz, so dass der Platz ideal für den Badeurlaub geeignet ist.
Geplant war auch die Errichtung von Schwimmhallen, damit auch außerhalb der Badesaison in Prora gebadet werden konnte; diese wurden jedoch nicht gebaut.
Die heutige Nutzung
Die Anlage wird als Koloss von Prora bezeichnet. Über seine endgültige Nutzung ist noch nicht abschließend entschieden; da die Anlage unter Denkmalschutz steht, war der auch angedachte Abriss der Gebäude nicht möglich. Die Blöcke wurden einzeln verkauft und werden teilweise bereits touristisch genutzt. So ist für einen Block die Errichtung einer neuen Jugendherberge geplant, nachdem ein Teil des Geländes bereits früher zeitweise als solche Verwendung fand. Während für einige Jahre eine Museumsmeile in Prora vorhanden war, existiert dort heute lediglich das Dokumentationszentrum Prora mit einer Ausstellung über den Urlaubsbetrieb der nationalsozialistischen Urlaubsorganisation Kraft durch Freude (KdF) und die Geschichte des Seebades. In weiteren Teilen des Bades ist die Erstellung von Wohnungen und Ferienunterkünften geplant. Durch die Bahnhöfe Prora und Prora Ost ist das Seebad gut erschlossen.
Der Umgang mit der Vergangenheit
Das Seebad Prora ist ein bedeutsames Baudenkmal aus der Zeit des Nationalsozialismus, welches ohne Nutzung nicht unterhalten werden kann. Dabei ist es von großer Wichtigkeit, durch das Dokumentationszentrum auf die Geschichte dieses Bades hinzuweisen und die Verbrechen des Nationalsozialismus anzusprechen.
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